
„Malin, fremde, frei reisende Goldschmiedin“, so stellte sich am Montag eine Gesellin im Goldschmiedehandwerk, die sich seit geraumer Zeit „auf der Walz“ befindet, bei Ortsvorsteher Heinz Rith vor.Üblich sind solche Rathausbesuche gelegentlich auf der Wanderschaft, wo es neben dem amtlichen Siegel in das Tagebuch auch eine Unterstützung für eine kleine Mahlzeit vom jeweiligen Bürgermeister oder Ortsvorsteher geben kann. Dafür wird ein besonderer Begrüßungs-, Dank- und Abschiedsspruch der Wandersleute vorgetragen; diese Sprüche werden lediglich mündlich überliefert. Das Tagebuch der Wandergesellin Malin, die aus Kassel stammt, ist mit Stempeln und Siegeln schon gut gefüllt; der weiteste Weg führte sie bisher nach Schottland. Ihr nächstes Ziel ist gerade eine Fortbildungsveranstaltung bei Freiburg. Wert legt sie auf die Feststellung, dass die Walz für alle Handwerksberufe möglich ist und nicht nur für Zimmerleute, wie es allgemein in der Bevölkerung bekannt sei. Drei Jahre und ein Tag weg von zuhause mit Annäherungsverbot auf 50 km wären einerseits eine lange Zeit, andererseits biete jeder Tag doch etwas Besonderes.
Entsprechend der Verordnung des Ministeriums für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg wird die Wasserqualität im Naturbad Goldscheuer regelmäßig überwacht. Die letzte mikrobiologische Untersuchung hat am 01.06.2026 stattgefunden. Dabei wurde bestätigt, dass die geltenden Grenzwerte nach den Vorgaben der Badegewässer-Verordnung 2008 für Escherichia coli und auch Intestinale Enterokokken eingehalten werden. Die Wasserqualität ist als gut eingestuft (Quelle: Badegewässerkarte Baden-Württemberg).
Kehl – Eine eigene Währung, verschiedene Betriebe, eine Tageszeitung und sogar Krisensitzungen im Rathaus: Fünf Tage lang lebten rund 70 Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren in der Kinderstadt „Sunshine City“ in Goldscheuer, übten Berufe aus, stellten Regeln auf und wählten mit der neunjährigen Mina sogar eine eigene Bürgermeisterin als Stadtoberhaupt. Zu einem offiziellen Staatsbesuch waren der Erste Beigeordnete Thomas Wuttke, Goldscheuers Ortsvorsteher Heinz Rith sowie die städtische Kulturvermittlerin Lena Mohr in Sunshine City zu Gast. Vor dem Stadttor von wurde die Delegation von Bürgermeisterin Mina und ihrem vierköpfigen Stadtrat empfangen. Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt und einem kurzen Austausch im Rathaus führte die Regierung die Delegation durch die verschiedenen Betriebe. Dabei erklärten die Kinder ihre Arbeit und überreichten kleine Staatsgeschenke.
Für die Organisation der Kinderstadt zeichnete Melanie Krauß, Projektkoordinatorin Jugend bei der Offenen Jugendarbeit Kehl, verantwortlich. „Wir wollen damit ein etwas anderes Ferienprogramm anbieten“, erklärte sie. „Die Kinder lernen hier, wie Demokratie und gesellschaftliches Zusammenleben funktionieren.“ Schon beim Betreten von Sunshine City wurde deutlich, wie detailreich die Kinderstadt organisiert war. Die jungen Bürgerinnen und Bürger erhielten eigene Ausweise mit Fingerabdruck, freie Stellen wurden über das Arbeitsamt vermittelt und bezahlt wurde mit der eigenen Währung „Sunny Money“. „Zum Start haben alle 50 Sunny Moneys bekommen“, erklärte Bürgermeisterin Mina. Wer weiteres Geld verdienen wollte, musste arbeiten – etwa im Krankenhaus, bei der Polizei, beim Postamt, im Bauhof, bei der Zeitung, im Supermarkt, beim stadteigenen Radiosender, in der Gärtnerei, bei der Touristen-Information, im Kiosk, in der Bank oder im Freizeitpark. Wie hoch der Stundenlohn sein sollte, hatten die Kinder selbst festgelegt. Zehn Sunny Moneys erhielt jedes Kind für eine Stunde Arbeit. Der Lohn konnte direkt bei der Bank abgeholt und zum Beispiel am Kiosk für ein Eis ausgegeben werden.
Immer wieder sah sich die Stadtverwaltung von Sunshine City mit wichtigen Fragestellungen und Problemen konfrontiert. Bereits am ersten Tag stellte das Rathaus fest, dass auch eine Stadt Geld einnehmen muss, um funktionieren zu können. Deshalb wurden Gebühren eingeführt – etwa für die Ausweise der Bürgerinnen und Bürger. Zusätzlich wurden von jedem Lohn drei Sunny Moneys als Steuer einbehalten. Im Laufe der Woche hatte die Bank zeitweise sogar kein Geld mehr, um die Löhne auszuzahlen. Mehrere Krisensitzungen der Stadtregierung waren nötig. Schließlich wurde eine Gewerbesteuer eingeführt: Die Betriebe gaben fortan 25 Prozent der Einnahmen an die Stadtkasse ab. „Dass die Kinder selbst Lösungen entwickeln und Entscheidungen treffen, ist ein wichtiger Teil des Konzepts“, erklärte Melanie Krauß.
Damit das Zusammenleben funktionierte, brauchte Sunshine City aber auch Gesetze und Regeln – und jemanden, der darauf achtet, dass sie eingehalten werden. Dafür war die Polizei zuständig. Mit dem Kettcar patrouillierten die jungen Polizistinnen und Polizisten durch die Straßen der Kinderstadt und kontrollierten, ob sich alle Bürgerinnen und Bürger an die Regeln hielten. Wer gegen Vorschriften verstieß, musste mit einer Geldstrafe rechnen. Rennen oder zu schnelles Fahren kosteten zum Beispiel fünf Sunny Moneys. Bei schwereren Vergehen drohte sogar ein Aufenthalt von vier Minuten im Gefängnis von Sunshine City. Ein besonders hartnäckiger Wiederholungstäter musste zeitweise sogar im „Hochsicherheitsgefängnis“ untergebracht und von mehreren Polizisten bewacht werden, nachdem er mehrfach ausgebrochen war.
Auch die übrigen Betriebe orientierten sich eng an der Realität. Verschiedene echte Unternehmen unterstützten die Kinderstadt mit Sachspenden und Ausstattung. Im Krankenhaus wurden medizinische Untersuchungen angeboten – etwa für angehende Polizistinnen und Polizisten. Außerdem war bei den hohen Temperaturen jedes Kind dazu verpflichtet, regelmäßig vorbeizuschauen und sich mit Flüssigkeit zu versorgen. Mit TV Sunshine gab es auch einen eigenen Fernsehsender, auch Thomas Wuttke wurde zum Interview vor die Kamera gebeten. Beim benachbarten Radiosender konnten für wenige Sunny Moneys Musikwünsche eingereicht werden, die dann laut über die Boxen schallten. Beim Bauhof kümmerten sich die Kinder um die Reinigung des Geländes, führten kleinere Reparaturen auf dem Gelände durch und fertigten Schilder für die verschiedenen Unternehmen an. Für ihre Arbeit erwarben sie sogar einen eigenen Laubbläserführerschein. Nicht alle Kinder entschieden sich für klassische Berufe. Zwei Jungen machten sich kurzerhand selbstständig. Statt im Krankenhaus oder im Supermarkt zu arbeiten, falteten sie Origami-Figuren und verkauften diese an die Bewohnerinnen und Bewohner der Kinderstadt. Neben der Arbeit blieb aber auch Zeit für Freizeit und Erholung. Im Freizeitpark konnten die Kinder dem manchmal anstrengenden Arbeitsalltag in Sunshine City entfliehen und eine Pause einlegen. Dort wurde gebastelt und gemalt, es gab Klebetattoos und verschiedene Spielangebote.
Für Bürgerinnen und Bürger, die immer auf dem Laufenden bleiben wollten, gab es mit den „Sunshine News“ sogar eine eigene Tageszeitung. Die Redaktion berichtete täglich über Ereignisse in der Kinderstadt und hielt die Bewohnerinnen und Bewohner über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden. Für Aufsehen sorgte unter anderem ein Piratenüberfall auf die Kinderstadt. Die sogenannten „Bananensegler“ forderten eine große Kiste voller Bananen und drohten damit, die Kontrolle über Sunshine City zu übernehmen. Erst nachdem die Bewohnerinnen und Bewohner genügend Bananen gesammelt hatten und Bürgermeisterin Mina die Lieferung persönlich übergeben hatte, zogen die Piraten wieder ab.
Thomas Wuttke zeigte sich beeindruckt von den gewonnenen Einblicken und den Abläufen in Sunshine City. „Für die spannende Führung und den freundlichen Empfang bedanke ich mich. Es ist schön zu sehen, wie sie gemeinsam ihre Stadt gestalten“, sagte der Erste Beigeordnete in seiner Ansprache an die gesamte Stadtbevölkerung. Bürgermeisterin Mina stimmte ihm zu und erklärte, auf die Arbeitsmoral der Bürgerinnen und Bürger angesprochen: „Jeder macht hier seinen Job mit Leidenschaft.“ Zum Abschluss des Staatsbesuchs spendierte Ortsvorsteher Heinz Rith den Kindern und Betreuenden im Namen der Ortsverwaltung Goldscheuer noch eine Runde Eis.
Bereits einige Tage vor dem offiziellen Staatsbesuch hatte sich auch Oberbürgermeister Wolfram Britz ein Bild von Sunshine City gemacht. Bei seinem Besuch tauschte er sich mit Bürgermeisterin Mina über ihre Aufgaben und ihre bisherigen Erfahrungen im Amt aus.
BU-1: Willkommen in Sunshine City. Bürgermeisterin Mina und ihr vierköpfiger Stadtrat empfingen die Kehler Delegation um den Ersten Beigeordneten Thomas Wuttke vor den Toren ihrer Stadt zu einem Staatsbesuch.
BU-7: Bei einer Führung durch Sunshine City erklärt Bürgermeisterin Mina den Gästen (von links) Heinz Rith, Ortsvorsteher von Goldscheuer, dem Ersten Beigeordneten Thomas Wuttke, der städtischen Kulturvermittlerin Lena Mohr und Claudia Wuttke die Besonderheiten ihrer Stadt.
Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die Pflanzen treiben aus und sorgen für „grüne“ Straßen. Allerdings führt starker
Bewuchs oftmals dazu, dass Sträucher, Hecken und Bäume in den öffentlichen
Verkehrsraum ragen. Dies kann für Fußgänger, Radfahrer und sonstige
Verkehrsteilnehmer zu gefährlichen Situationen oder Behinderungen führen.
Wir bitten Sie daher, Ihre Bepflanzungen an den Straßen und Gehwegen zu
überprüfen und erforderliche Rückschnitte vorzunehmen.
Bitte beachten Sie dabei folgende Punkte:
• Freier Straßenraum: Das sogenannte „Lichtraumprofil“ muss über Gehwegen bis zu
einer Höhe von mindestens 2,5 m und über Fahrbahnen bis zu 4,5 m frei von
überhängenden Ästen und Zweigen sein. Auch das Unkraut von öffentlichen
Gehwegen und der Bordsteinkante ist zu entfernen (keine Herbizide).
• Verkehrszeichen und Straßenkörper: Verkehrsschilder, Straßennamensschilder
und Straßenbeleuchtungen dürfen nicht verdeckt oder in ihrer Funktion beeinträchtigt
werden.
• Verkehrssicherheit: Unabhängig des Naturschutzgesetzes (1. März bis 30.
September) muss Bewuchs, welcher die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer
gefährden kann (z.B. Sichtbehinderungen an Einmündungen), auf die
Grundstücksgrenze zurückgeschnitten werden.
Stadtverwaltung Kehl
Die Alterskameraden der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Goldscheuer hatten sich vorgenommen, vor dem Feuerwehrgerätehaus in Marlen einen Fahrradabstellplatz anzulegen. Obmann Peter Klem hatte mit einigen Kameraden die Aktion für den Dienstag dieser Woche gründlich vorbereitet. Unterstützung mit verschiedenen Spezialgeräten kam auch vom örtlichen Betriebshof. Fachmännisch wurde die Grube ausgehoben und entsprechend aufgefüllt, um den Fahrradständer montieren und den Bereich mit Platten belegen zu können. Die Feuerwehr freut sich über das Engagement der Seniorenmannschaft, Ortsvorsteher Heinz Rith übermittelte den Dank der Ortschaft.
Das Naturbad Goldscheuer wurde in den letzten Tagen vom Betriebshof Kehl unter Berücksichtigung von Empfehlungen des Stadtjägers umgestaltet. Ziel ist es, die Gänse möglichst auf naheliegende Ausgleichsflächen umzusiedeln. Hierfür wurde der vorhandene Sandbereich für die Gänse unattraktiv durch eine hohe Blumenwiese, die mit Rosmarinweide eingefasst wurde, umgestaltet. Ihnen wird damit die Landefläche und direkte Sichtbeziehung zum Wasser genommen. Der Weidezaun trennt die Liegefläche vom angrenzenden Gehölzstreifen, um den Gänsen und Jungtieren den Durchgang von ihren Nistplätzen zum Wasser zu verwehren.
Die offizielle Badesaison dauert vom 01.06. – 31.08.2026, in dieser Zeit wird auch die Wasserqualität regelmäßig geprüft.
Kehl-Goldscheuer/Hohnhurst. Am Samstagnachmittag trafen sich die Ortsvorsteher Heinz Rith und Volker Lutz sowie einige Ortschaftsräte aus Goldscheuer und Hohnhurst mit Jagdpächtern aus beiden Ortschaften. Mit dem Fahrrad wurden die örtlichen Jagdbezirke erkundet. Dabei sprachen die Jäger Themen wie Wildtierbestand, Naturschutzgebiete, invasive Arten oder die geplante Schutter-Renaturierung an und zeigten die Folgen für Natur und Umwelt auf.Jagdpächter Dennis Wiesbauer berichtete, dass im Rheinvorland ein „hoher Freizeitdruck“ herrsche und sich nicht alle Radfahrer und Spaziergänger an die Wege hielten. Dies führe dazu, dass vor allem Rehe die Scheu vor den Menschen verlören und nur zögerlich zurückweichten. Leider hätten im Rheinvorland auch schon Rehe wegen Bisswunden von freilaufenden Hunden erlöst werden müssen. „Über dem Damm gilt Leinenpflicht“, stellte Jäger Edgar Kruß unmissverständlich klar.Goldscheuers Feldhüter Andreas Mang spreche oft die Halter freilaufender Hunde an. „Fast alle sind einsichtig und nehmen den Hund dann an die Leine“, resümiert Mang. Größere Diskussionen habe er bisher keine führen müssen.Ferner berichtete Wiesbauer auch über die Aufgabe der Jäger, den Wildtierbestand im ökologischen Gleichgewicht zu halten. Hasen würden demzufolge nicht bejagt, Wildschweine dagegen intensiv, weil diese beim Maisanbau Schäden verursachen würden. Dies zeigten Drohnenaufnahmen von Schadstellen auch innerhalb der Felder.Letzte Saison wurden im Rheinwald sieben Rehe geschossen. „Die Anzahl geben Staat und Land vor, um den Verbiss einzudämmen“, so Wiesbauer. Dabei gebe es auch schon mal Interessenskonflikte zwischen Jägern und Förstern.Jagdpächter Udo Moschberger aus Honhurst gab an, dass im gesamten Jagdrevier höchstens 25 Rehe im Jahr geschossen würden. Die Kitzrettung bei Mahden sei ebenfalls Aufgabe der Jäger. „Wir überfliegen die Wiesen und Äcker mit Drohnen, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind, um die Jungtiere vor dem Einsatz der landwirtschaftlichen Maschinen zu evakuieren“, erklärte Jagdpächter Rainer Schäfer aus Marlen.Er ging auch auf die invasive Art der Nutrias ein. Diese würden regelmäßig Junge werfen, da sie keine natürlichen Feinde hätten. Sowohl Population als auch die Schäden an Ufern und Gewässerstreifen nähmen stetig zu. „Im letzten Jahr haben wir rund 40 Nutrias erlegt, Tendenz steigend. Man muss aber darauf hinweisen, dass der Nutria durch den Menschen in den hiesigen Lebensraum eingebracht wurde“, gibt Schäfer zu bedenken.Ein großes Thema für die Jäger ist auch die geplante Schutter-Renaturierung. Dabei soll die Schutter in ihr ursprüngliches, gewundenes Flussbett gelegt werden. Hier sei momentan geplant, die Schutter mitten durch ein Eichenwäldchen zu führen. „Aus ökologischer Sicht handelt es sich um ein äußerst wertvolles Landschaftselement und ist als solches auch kartiert. Es beinhaltet einen zum Teil sehr alten Eichenbestand und fungiert als Biodiversitäts-Hotspot, Vernetzungsbiotop und Rückzugsort nicht nur für unser Wild, sondern auch für unsere heimische Vogelwelt. Daher bitten wir zu prüfen, ob die Schutter nicht um das Wäldchen herumgeführt werden könne“, regt Moschberger an.Beide Ortsvorsteher sowie die anwesenden Mitglieder der beiden Ortschaftsräte würden dieses Ansinnen unterstützen, man sei einhellig der Meinung, dass bestehende „Natur nicht geopfert“ werden solle. Weitere Wünsche und Vorschläge seitens der Jäger und Hohnhurster Angler werde Rith in der nächsten Sitzung des Zweckverbands Schuttermündung einbringen.
Text: Matthias Rosa
Foto: Hans Roser
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Goldscheuer geht online: Unsere neue Website ist da!
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger von Goldscheuer, Marlen und Kittersburg,
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Ihre Ortsverwaltung Goldscheuer, Marlen und Kittersburg
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
der Ortschaftsrat Goldscheuer hat sich im Jahr 2025 in 11 öffentlichen und 11 nichtöffentlichen Sitzungen mit den örtlichen Aufgaben und Fragestellungen auseinandergesetzt. Des Weiteren hat am 10.04.2025 in der Edwin-Bühler-Halle in Goldscheuer unter Beteiligung von Bürgermeister Wuttke und Vertretungen der städtischen Fachbereiche eine Einwohnerversammlung zu verschiedenen Belangen der Ortschaft stattgefunden. Ich danke der Bürgerschaft für ihr Interesse an unserer kommunalpolitischen Arbeit und die Anregungen und Hinweise in den Einwohnerfragestunden sowie an die Ortsverwaltung.
Als Themenschwerpunkte im Jahr 2025 sind hervorzuheben:
Entwicklung des Baugebietes „Hanfplatz/Wasserstraße II“ in Kittersburg
Der Bebauungsplan „Hanfplatz/Wasserstraße II“ in Kittersburg umfasst eine Fläche von ca. 2,6 ha und soll nach der Fertigstellung Platz für ca. 70 Wohneinheiten in Einzel-, Doppel- und kleineren Mehrfamilienwohnhäusern bieten. Mit den Erschließungsmaßnahmen, Gesamtvolumen rund 3 Mio. Euro, wurde im November 2024 begonnen. Aufgrund des hohen Grundwasserstandes gestalten sich die Arbeiten schwierig. Ein Zeitpunkt für die Fertigstellung der Erschließungsarbeiten kann derzeit noch nicht verlässlich genannt werden, prognostiziert wird das Frühjahr 2027. Die Vergabe der Bauplätze ist erst nach Abschluss der Arbeiten möglich.
Tiny-House für den Kindergarten „Spatzennest“ in Goldscheuer
Das in 2024 geplante Tiny-House im Außenbereich des Kindergartens „Spatzennest“ konnte im Mai 2025 aufgestellt werden. Das Tiny-House wurde in Modulbauweise errichtet und umfasst auf ca. 60 qm einen großen Personalraum, ein Büro sowie eine Sanitäranlage. Das Tiny-House wurde in einer kleinen Feierstunde am 02.07.2025 eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.
Verkehrsschau in Goldscheuer, Marlen und Kittersburg
Der Ortschaftsrat Goldscheuer hat sich in mehreren Sitzungen mit den verschiedenen Verkehrsthemen befasst. Eine Verkehrsschau hierzu hat am 26.03.2025 stattgefunden. Daran haben neben den Behördenvertretern auch Mitglieder des Ortschaftsrates teilgenommen. Insgesamt wurden 22 Bereiche bewertet. Für einen Großteil der Maßnahmen wurden zwischenzeitlich auch die gebotenen verkehrsrechtlichen Anordnungen erlassen und mit deren Umsetzung begonnen.
Spielplatz „Im Löhl“ in Marlen ist wieder ein Kinderparadies
Am 12.08.2025 konnte der erneuerte Spielplatz wiedereröffnet werden. Im Herbst vergangenen Jahres musste der Spielplatz gesperrt werden, weil die invasive Ameisenart Tapinoma magnum die Plattenwege so unterhöhlt hatte, dass sie eine Gefahr darstellten.
Mitte Mai konnte mit der eigentlichen Umgestaltung des Spielplatzes begonnen werden: Der Weg wurde mit einer wassergebundenen Decke gestaltet, die Grünflächen, die jetzt größer als vor der Sanierung sind, wurden angelegt, die Spielgeräte montiert und die Einfassungen eingebaut. Neu sind: Trampolin, Katamaran, Schaukel sowie eine Pferdewippe. Seilbahn und Klettergerüst konnten erhalten werden. Eine überdachte Sitzgruppe mit vier Bänken und einem Tisch gibt es jetzt auch – zusätzlich zu einer weiteren Bank – auf dem Spielplatz. Die Platzeinzäunung musste ebenfalls erneuert werden. Insgesamt hat die Neugestaltung des Spielplatzes rund 120.000 Euro gekostet. Dass der etwa 50 Jahre alte Spielplatz auch unabhängig vom Zerstörungswerk der Ameisen eine Sanierung gebrauchen konnte, wurde bei der kleinen Eröffnungsfeier bekräftigt.
Umbau des Gemeindezentrums Kittersburg mit Erweiterung um einen dreigruppigen Kindergarten
Mit Blick auf die angespannte Kindergartensituation und auch auf den langfristigen Erhalt des Gemeindezentrums Kittersburg soll das Gemeindezentrum in einen dreigruppigen Kindergarten mit insgesamt 40 Betreuungsplätzen umgebaut und erweitert werden.
Die Pläne wurden in mehreren Abstimmungsrunden mit Vertretern des Ortschaftsrates, der das Gemeindezentrum nutzenden Vereine sowie der städtischen Fachbereiche diskutiert, um die Interessen der Vereine mit den Vorgaben für einen Kindergartenbetrieb zu vereinbaren. Im Erdgeschoss entstehen durch einen Anbau in nord-östlicher Richtung Räume für zwei Gruppen für Kinder unter 3 Jahre. Der Mehrzweckraum mit Nebenräumen, Lager und Küche wird so ausgebaut, dass eine gemeinsame Nutzung durch Vereine und Kindergarten möglich ist. Durch den Ausbau des Obergeschosses können dort Räume für eine Gruppe für Kinder über 3 Jahre und die notwendigen Räume für Personal, Technik und Essensversorgung geschaffen werden. Auch eine Aufzugsanlage wird eingebaut.
Die notwendigen Planungsaufträge wurden an verschiedene Fachingenieurbüros vergeben. Mit den Umbauarbeiten soll im April 2026 begonnen werden. Das Gemeindezentrum steht bei den Landtagswahlen am 08.03.2026 als Wahllokal zur Verfügung.
Überprüfung des städtischen Gebäudebestandes in der Ortschaft
Der Ortschaftsrat hat sich mit der Überprüfung des städtischen Gebäudebestandes in der Ortschaft Goldscheuer zu befassen. Mit Blick auf die Forderung „Klimaneutrale Kommune“ ist es aus Kostengründen unabdingbar, den gesamtstädtischen Gebäudebestand spürbar zu reduzieren. Von Oberbürgermeister Britz sind deshalb alle Ortschaften aufgefordert worden, sich über den Gebäudebestand vor Ort und mögliche Einsparpotentiale Gedanken zu machen.
Im Kooperationsraum Süd mit den Ortschaften Goldscheuer und Hohnhurst sind derzeit insgesamt 24 städtische Gebäude vorhanden. Davon befinden sich 6 in Hohnhurst. In der Ortschaft verteilen sich die Gebäude wie folgt: 11 x Goldscheuer, 5 x Marlen und 2 x Kittersburg.
Der Ortschaftsrat hat in seiner Sitzung am 17.07.2025 erstmals dazu beraten. Der gesamtstädtische Abwägungsprozess stellt eine große Herausforderung für die politischen Gremien dar, in den auch ausführlichere Gebäudedaten einfließen müssen. Der Beteiligungsprozess wurde am 17.12.25 im Gemeinderat begonnen und soll bis Ende Februar abgeschlossen werden.
Entwicklung eines Bebauungsplanes „Auf der Waide (Römerstraße 33-37)“ in Goldscheuer
Seit dem Jahr 2020 wird von Investoren für den Bereich „Römerstr. 33-37 (künftig: Bebauungsplan „Auf der Waide“)“ eine städtebauliche Entwicklung erarbeitet. Die von den Investoren zu erbringenden umfangreichen Vorbereitungen sind zwischenzeitlich soweit fortgeschritten, dass im Oktober die Beratungen in den politischen Gremien aufgenommen werden konnten.
Das Plangebiet umfasst private und auch städtische Flächen und ist insgesamt ca. 1,3 ha groß. Da der Flächennutzungsplan für einen Teil des Plangebietes Grünflächen ausweist, muss dieser in einem Parallelverfahren geändert werden. Der erforderliche Flächentausch erfolgt mit Flächen in der Kernstadt. Die hierzu erforderliche Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Freiburg ist bereits erfolgt.
Für die Bebauung unmittelbar entlang der Römerstraße sind Mehrfamilienwohnhäuser vorgesehen. Denkbar ist hier auch die Ansiedlung von Gewerbe oder Gesundheitsversorgung. Die Gebäudehöhe wird sich an der bereits vorhandenen Bebauung orientieren. Für die rückwärtigen Flächen ist die Bebauung mit Ein- und Zweifamilienwohnhäusern angedacht.
Ortschaftsrat Goldscheuer und Gemeinderat Kehl haben sich für die Aufstellung des Bebauungsplanes „Auf der Waide“ ausgesprochen, um die städtebauliche Entwicklung der Ortschaft zu sichern. Im weiteren Verfahren wird es verschiedene Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung geben.
Kulturfabrik Goldscheuer - 20-jähriges Jubiläum und Brandschutzauflagen
In Vorbereitung der geplanten Jubiläumsfeierlichkeiten „20 Jahre Kulturfabrik“ im Oktober 2025 hat im Gebäude unter Beteiligung verschiedener städtischer Fachbereiche eine Brandschutzbegehung stattgefunden. Auf der Grundlage der Baugenehmigung und einer sog. Zustimmung der Bauordnung wurden die Räumlichkeiten überprüft. Dabei wurde deutlich, dass beim Umbau der ehemaligen Zigarrenfabrik zur heutigen Kulturfabrik nicht alle Auflagen aus der Baugenehmigung erfüllt wurden. Insbesondere im Dachgeschoss sind Mängel festgestellt worden, für deren Beseitigung in mehreren Abstimmungsgesprächen ein Maßnahmenpaket erarbeitet wurde. Aufgrund des engen Zeitfensters und der Vielzahl der zu beauftragenden Handwerksbetriebe hat der Ortschaftsrat beschlossen, auf die Jubiläumsveranstaltungen zu verzichten. Die bereits unter großem Engagement von Ehrenamtlichen erfolgten Vorplanungen sollen möglichst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden.
Zwischenzeitlich wurden verschiedene Maßnahmen von Hausmeister und auch Fachfirmen ausgeführt. Das Dachgeschoss kann aktuell wieder für Veranstaltungen mit bis zu 60 Personen genutzt werden. Die Nutzungen in Erd- und Obergeschoss können uneingeschränkt stattfinden.
Internetauftritt der Ortschaft Goldscheuer
Der Ortschaftsrat Goldscheuer hat in seine Agenda für die Kommunalwahlperiode 2024-2029 u.a. auch die Etablierung von Homepage und Gemeinde-App aufgenommen. Seit Oktober 2024 haben mehrere Veranstaltungen und Abstimmungsgespräche stattgefunden. Verschiedene Alternativen für Gemeinde-Apps wurden dabei diskutiert.
Der Ortschaftsrat Goldscheuer hat sich in seiner Sitzung vom 17.07.2025 mit der Thematik befasst und die Erarbeitung eines eigenen Internetauftritts für die Ortschaft beschlossen. Beauftragt wurde eine Firma aus Neumühl, die bereits für andere Kehler Ortschaften tätig ist. Über das sog. „Ortschaftsbudget“ sollen sowohl einmalige Aufwendungen als auch laufende Kosten bestritten werden. Die laufende Pflege des Internetauftritts obliegt der Ortsverwaltung. Vorgesehen ist, dass der Internetauftritt möglichst bald in Betrieb gehen wird.
Ihr
Heinz Rith, Ortsvorsteher
In Sachen Brandschutz-Nachrüstung hat sich in der „Kulturfabrik“ in Goldscheuer einiges getan. Dies teilte Ortsvorsteher Heinz Rith in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates mit.
Das Thema „Brandschutz in der 'Kulturfabrik'“ hat in diesem Jahr für einigen Frust in der Ortschaft Goldscheuer gesorgt. Denn eigentlich sollte Mitte Oktober „runder Geburtstag“ gefeiert werden: 2005 erlebte die ehemalige Zigarrenfabrik nach umfangreichen Umbauarbeiten als Kultur- und Veranstaltungszentrum der Ortschaft ihre Wiederauferstehung. Doch bei einer Begehung im Juni hatten Experten des Gebäudemanagements der Stadt Kehl und der Feuerwehr erheblichen Nachbesserungsbedarf in Sachen Brandschutz geltend gemacht. Dem Ortschaftsrat blieb damit nichts anderes übrig als die Geburtstagsfeier auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.
Betroffen ist vor allem das Dachgeschoss. Das Problem: Es gab von dort aus keinen baulichen Fluchtweg – etwa über Fluchttreppen. Folglich muss gewährleistet sein, dass Menschen im Brandfall über ein Drehleiter-Fahrzeug der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden können. Doch die Fenster im Dachgeschoss kann man bislang nur kippen. Sie müssen also umgerüstet werden.
Zwei neue Fenster
Da hat sich allerdings inzwischen was getan, berichtete Ortsvorsteher Heinz Rith in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates: Kürzlich wurden zwei neue Fenster eingebaut, die auch als „Ausstiege“ taugen. Zudem hat der Hausmeister entsprechende Ausstiegshilfen gebaut, sodass man die Fenster auch problemlos erreichen kann – und die seien so gut, dass man sich einen entsprechenden Auftrag an eine Schreinerei sparen kann, freute sich Rith.
Mit den beiden neuen Fenstern sind nun wenigstens zwei Fluchtmöglichkeiten da; ein dritter Fluchtweg wird jedoch noch gebraucht. Laut Auskunft der Ortsverwaltung soll er an der nördlichen Giebelwand der „Kulturfabrik“ angedockt werden – also in etwa dort, wo auch der Aufstellplatz für ein Drehleiter-Fahrzeug der Feuerwehr vorgesehen ist.
Für so ein Fahrzeug muss ein sicherer Stand gewährleistet sein – was derzeit jedoch noch nicht der Fall ist. Und schließlich sollen sich die Menschen im Brandfall im Veranstaltungssaal in Sicherheit bringen können. Doch an der Eingangstür zum Saal fehlen Gummidichtungen, sodass die Gefahr besteht, dass Rauch in den Saal eindringt. Da müsse man bei den Herstellern der Türen nachfragen, ob die so etwas liefern können, so Rith. Und auch Rauchmelder werden noch eingebaut, die auch ans W-LAN angeschlossen werden können.
Weitere Begehung
Theoretisch könnte man nun das Dachgeschoss zumindest wieder für kleinere Veranstaltungen nutzen, so Riths Fazit. Wann dort jedoch wieder ein vollumfänglicher Veranstaltungsbetrieb stattfinden kann, steht laut Auskunft der Ortsverwaltung noch nicht fest. Im Dezember ist erst einmal eine weitere Begehung geplant.
Eine überwiegend positive Bilanz der Badesaison 2025 an der Badestelle Goldscheuer zog Ortsvorsteher Heinz Rith in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates.
Die Badestelle Goldscheuer war in den letzten Jahren immer wieder mal in den Schlagzeilen. Hauptgrund waren immer wieder erhöhte Werte von Colibakterien und Enterokokken im Wasser. Allein in diesem Sommer musste die Badestelle dreimal vorübergehend geschlossen werden.
Verursacher sind jedes Mal die in der Nähe der Badestelle lebenden Nil- und Kanadagänse – genauer: ihre "Hinterlassenschaften". In allen Fällen traten die erhöhten Messwerte nach Starkregenfällen oder Gewittern auf, berichtete Ortsvorsteher Heinz Rith in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates. Dies führe dazu, dass Sand ins Badewasser eingeschwemmt wird – und damit auch der Kot der Gänse, die ihre Notdurft auch im Uferbereich verrichten. Doch in allen Fällen waren nach ein paar Tagen die Messwerte wieder in Ordnung, sodass der Badebetrieb wieder freigegeben werden konnte.
"15-Punkte-Plan zeigt Wirkung"
Insgesamt zeigte sich Rith mit der Bilanz des zu Ende gegangenen Sommers nicht unzufrieden: Von 107 Sommertagen habe man an 92 Tagen dort baden gehen können, berichtete er. "Der 15-Punkte-Plan zeigt Wirkung."
Beratung durch Stadtjäger
Dieser Plan ist das Ergebnis eines Gesprächs mit Baubürgermeister Thomas Wuttke und Vertretern des Bauhofs im Juli. Mitte August wurde dann vor Ort geprüft, ob und wie sich die unerwünschten Tiere dauerhaft vertreiben lassen. Mit dabei waren auch der Wildtierbeauftragte des Landratsamtes und ein externer Stadtjäger. Das sind staatlich anerkannte Jäger, die einen gültigen Jagdschein haben und eine entsprechende Ausbildung vorweisen müssen. Sie können von Fall zu Fall von Kommunen angefordert werden, um sich von ihnen bei Problemen fachlich beraten zu lassen.
Ergebnis der Prüfung: Die Stadt will die Bemühungen intensivieren. Rechtlich gesehen ist die Badestelle übrigens kein "befriedeter Bereich", berichtete Rith. Allerdings untersagt das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz des Landes die Jagd an Orten, an denen die Jagdausübung "die öffentliche Ruhe, Ordnung oder Sicherheit stören oder das Leben von Menschen gefährden würde". "Es geht daher nur um Vergrämung", so Heinz Rith.
Vögeln die Sicherheit nehmen
Eine Empfehlung der Experten lautet: den Gänsen und ihren Küken den Zugang zu den Wiesen und der Badestelle mit einem kniehohen, engmaschigen Zaun zu versperren, über den die Nestflüchter nicht klettern können. Das soll die Tiere dazu anregen, sich neue Brutplätze zu suchen. Auch sei es sinnvoll, das Gras auf den Wiesen höher wachsen zu lassen. Denn es gelte, den Wasservögeln das Sicherheitsgefühl zu nehmen, indem man ihnen die freie Sicht erschwert: In höher wachsendem Gras sind Fressfeinde wie Fuchs oder Marder, die sich gerne über die Küken hermachen, schlechter zu entdecken.
Laut Ortsvorsteher Heinz Rith leben rund zwei Dutzend Gänse in der Nähe der Badestelle. Es müsse jedoch Ziel sein, dass die Menschen im Sommer unbegrenzt dem Badevergnügen frönen können und dass die Badestelle wieder besser angenommen wird.